Verfasst von: Manuel | 22.11.2009

Der Tod vor dem Haus

Der Tod klopft draußen an mein Tor.
Ich steh’ dahinter, er davor.
Kann ich denn von Sinnen sein?
Hol ich den Tod ins Haus mir rein?

Er klopfet stärker, lauter nun.
Soll ich’s lassen, soll ich’s tun?
Soll ich ihm öffnen die Tür zum Haus?
Kann zögern ich den Tod hinaus?

Nun klopfet er, so stark er kann,
Der grimmig schwarze Sensenmann.
Er kommt, um mir Geleit zu geben.
Ist hier am Ende schon mein Leben?

So mach’ ich auf die hölzern Pforte
Zu diesem heimeligen Orte.
Ich blicke hoch, ich seh hinaus-
Der Vater ist’s, der steht daraus.

Starr die Augen, kalt der Leib,
Von Frost und Eis zerfressen’s Kleid.
Hab den Tod nicht zu mir gelassen,
Damit den Vater sterben lassen.


Verfasst im Juli 2002

Alle Eigenwerk-Posts gibt es hier.

About these ads

Responses

  1. [...] Der Tod vor dem Haus [...]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: