Verfasst von: Scheff | 12.05.2009

Werbung: Ersthelfer sein ist toll!

Am Wochenende habe ich an einem Auffrischungskurs für Ersthelfer beim Deutschen Roten Kreuz teilgenommen.

Die Berufsgenossenschaft schreibt Betrieben vor, dass ein bestimmter Prozentsatz der Mitarbeiter in medizinischer Erster Hilfe ausgebildet sein muss. Diese Mitarbeiter sind dann im Betrieb öffentlich als Ersthelfer benannt und müssen helfen, wenn jemand über einen Besenstiel stolpert und sich dabei eine hässliche Platzwunde zuzieht oder wenn sich jemand die halbe Hand absägt.
Die Hilfe sieht so aus, dass man versucht, Blutungen zu stoppen und abgesägte Gliedmaßen wieder einzusammeln und insgesamt die verletzte Person so lange hinzuhalten, bis der Rettungsdienst, also die Profis, eintreffen. Man organisiert das Überleben der verletzten Person, wenn man so will.

Wikipedia sagt:

Nach deutschem Recht ist Ausgebildeter Ersthelfer eine Person, die auf Grundlage des § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 21 Sozialgesetzbuch (SGB) VII einen mindestens acht Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Lehrgang erfolgreich absolviert hat. Hierzu ist alle zwei Jahre ein Auffrischungskurs von vier Doppelstunden erforderlich.

Ein Ersthelfer zu sein, nützt einem ja durchaus auch privat. Wenn die Kinder oder jemand anders aus der Familie sich ernsthaft verletzt, ist man froh, wenn man weiß, wie man helfen kann.
Natürlich ist diese Ausbildung ein gewisser Aufwand, zumal sie meist an Freitag-Abenden oder am Wochenende stattfindet. Aber da der Arbeitgeber auch ein Interesse daran hat, ausgebildete Ersthelfer zu haben, zeigen sich die meisten da etwas entgegenkommend: Ich habe für den Wochenend-Einsatz einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen, ein anderer Teilnehmer des Auffrischungskurses von einer anderen Firma bekam von seinem Chef einen 50€ Tankgutschein.

Irgendwie gibt es ja in fast jedem Betrieb einen Staplerfahrer Klaus:

Aber man lernt ja dabei auch noch was:Stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahme,  Blutung stillen, Behandlung eines Schockpatienten, Vorgehen bei einem Stromunfall, Vorgehen bei Vergiftung, beim verunfallten Motorradfahrer Helm abnehmen oder drauflassen? und so weiter.

Die Ausbilder sind in der Regel aktive Rettungsdienst-Kräfte. Und die haben in ihrem Job schon einiges erlebt! Zu fast jeder Situation können ältere Kader eine Story erzählen. Wir hatten ein besonders trockenes Exemplar: „Wenn der Kopf ab ist, können Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen langsam einstellen…“ Alles klar!  8-))

Wen interessiert, was die Rettungsleute täglich so erleben, kann ja mal bei Rettungsschnuffi lesen.
Kollege Altmetall hingegen sitzt an der Notrufzentrale und muss sich regelmäßig mit mysteriösen Anrufen herumschlagen. Zum Kaputtlachen manchmal!

Ich mache hier offen und ehrlich Werbung für eine Ersthelfer-Ausbildung.
Man muss ja nicht zum DRK gehen. Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser-Hilfsdienst (MHD) zum Beispiel bieten auch solche Kurse an.

So, und jetzt weiter Zivilschein lesen!  8-))

—-

> Der Autor „Scheff“ ist Betreiber des manualBLOG.

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