Verfasst von: Manuel | 26.04.2010

This is how I roleplay

Mir ist kürzlich aufgefallen, dass ich eigentlich verblüffend wenige klassische Computer-Rollenspiele wirklich durchgespielt habe. Wenig genug, um sie mal alle in einem Artikel zusammenzufassen und kurz zu kommentieren (und dann sicher doch wieder eins zu vergessen).

  • Might and Magic V: Darkside of Xeen: Verdammt gutes Worldbuilding. Teilweise arg trashig (die Intro ist schon unfreiwillig komisch), aber sehr runde Ästhetik, super Musik, nette Story.
  • Die Schicksalsklinge: Der erste Teil der Nordlandtrilogie. Sehr ambitionierte Umsetzung, die viel von der Freiheit vermittelt, Thorwal bereisen zu können. Brauchbare Dungeons, Grottige Kämpfe, flacher Plot, fantastische Musik. Tolle Charaktere aber, und eine nette Hinführung zum „Heldentum“.
  • Sternenschweif: Der zweite Teil der Nordlandtrilogie. Und ganz sicher der beste. Die Freiheiten und das breite Worldbuilding des ersten Teils mit den technischen Vorteilen des dritten. Klasse Ästhetik, genialer Soundtrack, gute Story. Prima Atmosphäre. Größter Red Herring, den ich je gesehen habe.
  • Schatten über Riva: Der dritte Teil der Nordlandtrilogie. Wie der vorige mit dem genialen und bis heute viel zu seltenen Feature, seine Charaktere per Savegame importieren zu können. Riva und seine Dungeons sehen hübsch aus, die Umgebung potthässlich, die 2D-Bilder sind großartig, die Videos katastrophal. Die Beschränkung auf nur noch eine einzige Stadt beschneidet das Erlebnis irrsinnig und verdeutlicht, dass die Story meist nur ein Vehikel ist, um die Erfahrung der Gruppe hoch genug für den Schlussteil zu bekommen.
    Beste Charaktere der Trilogie.
  • Planescape: Torment: Bestes Computerspiel, dass ich kenne. Wahnsinnig interessanter Protagonist. Bis auf zwei (Vailor und Nordom) auch alle Gruppenmitglieder genial geschrieben. Fantastisch gute Story. Spektakuläre Hintergrundwelt. Großartiges Spiel mit klassischen Fantasy-Tropen. Angenehm dialoglastig, bei gleichsam unglaublich intelligenten Dialogen. Mörderisch große Textmengen. Miese Übersetzung ins Deutsche. Aber: Ein Spiel, das Fragen stellt und herausfordert, ohne dabei platt zu moralisieren – alle Achtung!

(Nicht hier rein gehören natürlich Genrehybriden, wie Diablo, Deus Ex oder Battle for Wesnoth.)

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Responses

  1. Aus Vailor konnte man in den Dialogen glaube ich noch ein paar nette Motivationen für sein Handeln rauskitzeln, aber stimmt, er und Nordom kamen zu spät und es war nicht all zu viel mit ihnen los, um sie in die Gruppe zu lassen.
    Ich habe irgendwann mal angefangen, die Novelization in Blogform zu gießen, ist irgendwie auch eingeschlafen.

  2. Ach, das warst du? Ulkig… Auf das Blog bin ich vor einem guten Jahr mal gestoßen, deutlich bevor ich mit Twittern anfing.
    Aber PS:T ist schon als Spiel verdammt viel Text. Ich glaube, um die Bilder und die Interaktivität gekürzt ist das ein bisschen viel vom Leser verlangt.

  3. […] zu den Spielen der Nordlandtrilogie wurden hier schon mal veröffentlicht. […]


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