Verfasst von: Manuel | 04.05.2010

Computerspiele Museum eröffnet neue Dauerausstellung in Berlin.

Pressemitteilung des Computerspielemuseums Berlin vom 29.04.2010 (hier im Original)

Anlässlich der Vergabe des Deutschen Computerspielepreises 2010 kündigte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, am 29. April ein neues kulturelles Highlight der Hauptstadt an:
 
„Das weltweit erste Computerspielemuseum, das 1997 in Berlin gegründet wurde, eröffnet in diesem Jahr seine neue Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Games.“
 
Schirmherr der Ausstellung ist der Vater der Heimvideospiele, der aus Deutschland stammende Erfinder, Ralph Baer.
 
 
Der Vater der Heimvideospiele
 
Ralph H. Baer wurde 1922 in Deutschland geboren, er wuchs in Köln auf. 1938 flüchtete er mit seiner jüdischen Familie in die USA und begann dort seine Karriere als Fernsehtechniker. Ralph H. Baer ist Erfinder des ersten Videospiel Patents der Geschichte. Zusammen mit anderen seiner Patente ging daraus 1972 mit der „Odyssey” die erste Heimvideospiel-Konsole hervor. Ralph H. Baer ist für insgesamt 49 Patente verantwortlich und noch heute als Erfinder aktiv. Für seine Leistungen im Rahmen der Erfindung der Heimvideospiele wurde er 2006 vom Amerikanischen Präsidenten mit der „National Medal of Technology” ausgezeichnet. Sie gilt als amerikanischer Nobelpreis für technologische Erfindungen. Auf Initiative von Ralph H. Baer realisierte das Museum im Jahr 2008 mit ihm gemeinsam die Timeline History of Videogames (http://timeline.computerspielemuseum.de/ ). Ralph H. Baer ist Schirmherr der Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Games, die 2010 in Berlin unter dem Titel „Computerspiele – Evolution eines Mediums” eröffnet.
 
 
Das Berliner Computerspiel Museum – Eine neue Attraktion in der Museumslandschaft
 
Computerspiele sind eines der interessantesten Kultur- und Wirtschaftsgüter des 21. Jahrhunderts. Sie haben die Kommunikation der Gesellschaft so nachhaltig verändert wie zuvor der Buchdruck oder die Technologien zur Produktion bewegter Bilder. Sie sind eines der zukunftsträchtigsten Wirtschaftsgüter der „Creative Industries”. Auf vielfältige Weise mit den traditionellen Medien verbunden, waren Produktion, Vertrieb und Rezeption von Computerspielen immer an die speziellen Bedingungen einer digitalen Umgebung geknüpft. Die Game-Wirtschaft wurde dadurch eine Pionierbranche bei der Gestaltung und Verwertung virtueller Welten und Güter. Inzwischen werden mit Games höhere Umsätze erzielt als an den Kinokassen.
 
Das Computerspiele Museum Berlin begleitet diese Entwicklung bereits seit dreizehn Jahren fundiert, kritisch, unterhaltsam und inspirierend. Es eröffnete 1997 in Berlin die weltweit erste Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur. Bis heute war das Museum für 31 nationale und internationale Ausstellungsprojekte selbst oder als Kooperationspartner verantwortlich. Temporäre Ausstellungen des Museums wie die Wanderausstellung „pong.mythos” (www.pong-mythos.net) wurden zu Wallfahrtsorten einer neuen Mediengeneration und deren Familien. In den letzten vier Jahren haben über 470.000 Besucher die temporären Ausstellungen des Museums gesehen.
 
Das Museum ist Mitglied im internationalen Museumsrat (ICOM). Es ist Träger des Deutschen Kinderkulturpreises 2002 (Sonderpreis des Bundesministeriums für Familie). Es verfügt über Europas größte Sammlung an Entertainmentsoftware  und Entertainmenthardware. Es ist Koordinator der AG Emulation des deutschen Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung „nestor“ und zusammen u.a. mit den Nationalbibliotheken Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande Partner des EU-Forschungsprojekts KEEP (2009 – 2012), um Strategien zur Langzeitbewahrung digitaler Kulturgüter zu entwickeln (www.keep-project.eu ).
 
Ein kick-off-Pressetermin informiert im Juni 2010 am Standort Karl-Marx-Allee 93a über die neue Dauerausstellung. Informationen zur kick-off-Veranstaltung finden Sie im Juni 2010 auf unserer Website. Wenn Sie den Newsletter des Museums bestellen, erhalten Sie auch alle aktuellen Informationen zur Dauerausstellung.
 
Die Konzeptentwicklung zur Ausstellung wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Die Einrichtung der Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie und EFRE. Betreibergesellschaft der Ausstellung ist die gameshouse gGmbH. 
 
 
Pressekontakt:
 
Dr. K.-Peter Gerstenberger
 
Computerspiele Museum, Marchlewskistr. 27, D-10243 Berlin
 
Tel: +49 (0)30 311 644 70
Fax: +49 (0)30 279 01 26
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